Fassanstich bei Stiegl

Zeit zu feiern

Stiegl serviert 525 Jahre Salzburger Biergeschichte

In der Stieglbrauerei haben wir bereits Bier gebraut, bevor Leonardo da Vinci seine Mona Lisa malte und Kopernikus seine Schriften zum heliozentrischen Weltbild veröffentlicht haben. Am 17. und 18. Juni feiern wir 525 Jahre Stiegl. Lasst uns gemeinsam darauf Anstoßen!

Am 16. Juni 1492 wurde das „Prewhaus bey dem Stieglein“ mitten im Herzen der Salzburger Altstadt erstmals urkundlich erwähnt und befindet sich damit historisch gesehen in bester Gesellschaft, denn im gleichen Jahr erfolgte auch die Entdeckung Amerikas. Brauerei-Chef Heinrich Dieter Kiener verdeutlicht diese enorme Zeitspanne durch weitere bahnbrechende Daten mit einem Augenzwinkern: „Bei uns in der Stieglbrauerei wurde schon Bier gebraut, bevor Leonardo da Vinci um 1503 seine Mona Lisa malte, Martin Luther 1517 seine 95 Thesen proklamierte und Kopernikus 1543 seine Schriften zum heliozentrischen Weltbild veröffentlichte.“

525 Jahre – Zukunft hat Tradition

Es lohnt sich, einen weiten Blick zurück in die bewegte Geschichte von Stiegl zu tun: 1492 lebten in Salzburg nicht mehr als 5000 Menschen. Fixer und durchaus beliebter Bestandteil der spätmittelalterlichen Stadt waren diverse Schenken, aber auch etliche Braustätten. Eine davon war das winzige „Prewhaus auff der Gestettenn“, das 31 Jahre später als „Prewhaus bey dem Stieglein“ bezeichnet wurde. Dort, wo eine kleine Stiege zum Namensgeber für ein Bier wurde, begann nun unsere Erfolgsgeschichte. „Wenn man die Geschichte von Stiegl in Verbindung zu historischen Eckdaten betrachtet, dann wird klar, welche lange Tradition und Erfahrung hinter unserer Brauerei stehen. Darauf sind wir stolz und von dieser Basis aus kann man gut in eine innovative Zukunft blicken“, sagt Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener.

Bereits im Jahr 1664 zeigten wir, was in uns steckt. Obwohl es  13 Brauereien in Salzburg gab, wurden wir zur größten Stadtbrauerei. Mit 100.000 Litern Jahresleistung trugen wir dazu bei, dass den trinkfreudigen Salzburgern die Kehlen nicht austrockneten. Auch während der Mozartzeit war es um die gastronomische Infrastruktur in der Stadt Salzburg gut bestellt und das Stieglbräu war wohl einer der damaligen „Hotspots“. Mozarts Schwester Nannerl hinterließ 1780 einen Tagebucheintrag, in dem sie erwähnte, dass sie mit ihrem Bruder „im Stieglbreü zum Keglscheibn“ gewesen sei.

Im 19. Jahrhundert liefen die Geschäfte weiterhin gut. Es wurde investiert, modernisiert – und während andere Brauereien zusperren mussten, errichteten wir 1863 einen neuen Brauereikomplex im Stadtteil Maxglan. 1875 geschah dann die Katastrophe: Die neue Brauerei brannte bis auf die Grundfesten ab. Doch wie so oft wohnen einem Neubeginn auch immer Chancen inne.

Es wurde sofort mit dem Wiederaufbau begonnen und schon wenige Monate nach dem Brand wurde wieder gebraut, sogar mehr als zuvor! Nachdem ein Konsortium die Brauerei fast an den Rand des Ruins gebracht hätte, riss 1887 Franz Huemer das Ruder energisch herum und führte die Brauerei zu neuem Erfolg. Er ernannte seinen Neffen Heinrich Kiener I zum Geschäftsführer, womit eine Ära des stetigen Aufstiegs begann. 1912 wurde der Klassiker der Salzburger Brauerei, das „Stiegl-Goldbräu“, offiziell ins Markenregister der Handelskammer des damaligen Herzogtums von Salzburg eingetragen – die Geburtsstunde des Lieblingsbiers der Österreicher!

Von einer regionalen Brauerei zu Österreichs führender Privatbrauerei

Zwei Weltkriege hinterließen ihre Spuren in unserer Geschichte, wobei vor allem die Rohstoffknappheit Probleme bereitete. Erst ab 1950 braute man wieder Vollbier mit 12 Grad Stammwürze. Danach ging es unter Heinrich Kiener II wieder aufwärts. Für Aufsehen sorgte unser Bräu unter anderem mit der Eröffnung der damals größten Biererlebniswelt Europas, der Stiegl-Brauwelt, im Jahr 1992, in dem das 500-jährige Jubiläum gefeiert wurde und 2004 mit dem Bau des modernsten Sudhauses Europas. „Uns ist vor allem wichtig, den Blick nach vorne zu richten. Das Ziel unserer Arbeit ist, dass auch nachkommende Generationen Freude an der Vielfalt, am Genuss und an einer intakten Umwelt haben. Für uns beginnt Bierbrauen deshalb schon im Boden. Und auf unserem Gut Wildshut zeigen wir das auch“, so Alessandra Kiener, die ihren Mann seit vielen Jahren bei der Brauereileitung unterstützt.  

So werden mit modernster Technik in Verbindung mit traditioneller Brauhandwerkskunst mehr als 20 Bierspezialitäten gebraut. Aber auch Themen wie Regionalität, beste Rohstoffe aus einer intakten Umwelt, Vielfalt und Freude am Genuss stehen im Fokus der Unternehmensphilosophie. Das alles spiegelt sich auch in Wildshut, dem 1. Biergut Österreichs, wider, das seit zwei Jahren auch für Besucher geöffnet ist.  Auf diesem Bio-Gutshof werden beinahe in Vergessenheit geratene Urgetreidesorten angebaut, diese vermälzen wir als einzige Brauerei selbst und brauen daraus unsere  köstlichen Wildshuter Biere. Die Erfahrungen aus Wildshut lassen wir  übrigens auch unserer Brauerei in Salzburg zugutekommen und zwar in Form einer enormen Geschmacks- und Sortenvielfalt.

Wir freuen uns auf ein gemeinsames Fest!