Saubere Energie für unsere Umwelt

Wir nehmen wieder alles selbst in die Hand. 

Wir sind der Meinung, dass das Motto unserer Wirtschaft generell ‚besser statt billiger‘ lauten sollte. In unserer Gesellschaft findet ein Umdenken statt, man achtet mehr auf Regionalität. Werte wie Verantwortung und Tradition sind wieder ‚modern‘. Dem wollen wir bei Stiegl Rechnung tragen. Dinge anders und besser zu machen, das war und ist schon immer eine Herausforderung für uns. Denn für uns beginnt Bierbrauen schon auf dem Feld bzw. im Boden. Die Voraussetzung für beste Gerste und besten Hopfen sind schließlich gesunde, gute Böden. Und so probieren wir in unserer eigenen Bio-Landwirtschaft in Wildshut aus, wie es anders geht. Auf unserem Gut Wildshut leben wir Kreislaufwirtschaft voll und ganz. Den bei uns beginnt Bierbrauen bereits im Boden. 

Das Wissen aus Wildshut kommt auch unseren Bier-Klassikern zugute.In einer Zeit, in der Biere immer ähnlicher schmecken, wollen wir hier unseren eigenen Weg gehen. Mit dem einzigartigen Geschmack und einer stabilen, herausragenden Qualität steigern wir die Wertigkeit unserer Produkte. Die Erfahrungen aus Wildshut kommen auch den Stiegl-Klassikern zugute. So verfeinern wir das Stiegl-Paracelsus Bio-Zwickl mit Laufener Landweizen aus Wildshut. Und die Idee zum Stiegl-Paracelsus Glutenfrei aus Bio-Braunhirse, das von Natur aus glutenfrei ist (d.h. ohne Zugabe von technischen Enzymen auskommt), entstand ebenfalls auf dem Bio-Gut.

Das Bodengesundheitsprojekt

Die in Wildshut gewonnenen Erkenntnisse lassen wir 2018 nun in ein groß angelegtes, mit zehn Jahren langfristiges Bodengesundheitsprojekt einfließen. D.h. konkret, dass wir die auf unserem Gut gewonnenen Erkenntnisse mit den Braugerstenbauern der Erzeugergemeinschaft Zistersdorf (EGZ) im nieder­österreichischen Weinviertel gemeinsam weiterentwickeln. Mit den EGZ-Bauern arbeiten wir bereits seit 2008 intensiv zusammen. Mittlerweile beziehen wir mehr als die Hälfte unserer Braugerste direkt von ihnen, d.h. aus nachhaltigem Anbau, denn die EGZ-Bauern produzieren ihre gesamte Braugerste nachhaltig und sind von der AMA auch AACS-zertifiziert. 

2017 haben wir nun gemeinsam mit 71 EGZ-Bauern eine Gesamtfläche von 1068 ha festgelegt und unser Boden­gesundheitsprojekt gestartet. Ziel ist es, die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens sowie das Leben im Boden zu verbessern, die Artenvielfalt innerhalb und oberhalb des Bodens zu erhöhen und – wenn möglich – das für das Klima schädliche CO2 langfristig im Boden zu binden. Mit hochmodernen Satelliten­daten ermitteln wir die Bodenzonen und teilen sie entsprechend ihrer Beschaffenheit ein. Für die Ist-Stand-Erhebung zogen wir bodenzonengenau und georeferenziert über 550 Bodenproben, die durch die AGES – Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – analysiert und dokumentiert werden. Auf diese Weise wird nur so viel Stickstoff wie notwendig ausgebracht. 

Dadurch erhöhen wir die Stickstoff­effizienz und verringern die Emission des klimaschädlichen Lachgases sowie die Stickstoffbelastung (Nitrat) im Grundwasser. Mit regelmäßigen externen Laborana­lysen wollen wir die Gesundung des Bodens über den Projektverlauf zeigen. Wir gehen auch von einer erhöhten CO2-Bindung im Boden aus und wollen dies fundiert belegen. Durch die Digitalisierung aller für das Projekt relevanten Daten mit den neuen Tools der Landwirtschaft 4.0 gewährleisten wir ein bestmögliches Qualitäts­management und vor allem auch die nötige Transparenz.

Unser Ziel ist es, die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens zu verbessern und so die Artenvielfalt zu erhöhen.