Saubere Energie für unsere Umwelt

Wir nehmen wieder alles selbst in die Hand. 

Wir sind stolz darauf, einen Fußabdruck zu hinterlassen. Weil jeder unserer Schritte nachhaltig und zu Ende gedacht ist. Wildshut gilt als Ideenschmiede, als „think tank“ in Sachen Bier und lebt den Kreislauf: vom Boden übers Feld ins Glas und wieder zurück. Gemäß unseren Bemühungen, ressourcenschonend zu arbeiten, zeigen wir auf unserem Stiegl-Gut Wildshut, wie man es besser machen kann. Dabei sind wir offen für neue Technologien und schaffen es, Tradition und Moderne optimal miteinander zu verbinden. Ressourcen schonen, faire Arbeitsbedingungen, Zeit nehmen, die Vielfalt der Natur erhalten, qualitätsvoll und regional erzeugen. Damit gelingt kreatives, offenes und verantwortungsvolles Handeln im ökologischen und sozialen Bereich. Nachhaltigkeit hat bei uns bereits seit mehreren Generationen oberste Priorität und ist gelebter Alltag. Aber wir gehen noch weiter – nämlich zurück zum Ursprung. Auf dem ersten Biergut Österreichs nehmen wir alle Schritte des Bierbrauens wieder in die eigenen Hände, denn das in der Bio-Landwirtschaft selbst angebaute Urgetreide kann hier nach eigenen Vorstellungen in einer weltweit einzigartigen Kombination aus Mälzerei und Rösterei veredelt und somit zu einem wahren „Bier-Gewürz“ verarbeitet werden.

Wildshut ist eine einzigartige Ideenschmiede der Nachhaltigkeit.

Für uns beginnt Bierbrauen schon auf dem Feld beziehungsweise im Boden. Die Voraussetzung für hochwertigste Gerste und besten Hopfen ist schließlich der nährstoffreiche Grund. Und so probieren wir in Wildshut aus, wie es anders geht. Hier tüfteln und forschen wir, wie man die Böden fruchtbarer machen kann. Auch das Kultivieren von längst in Vergessenheit geratenen Urgetreidesorten liegt uns am Herzen. Dabei setzen wir auf eine achtjährige Fruchtfolge, um den Boden bestmöglich zu schonen. Mit der Sicherung der Artenvielfalt gepaart mit altem Wissen rund ums Bierbrauen gelingt es uns, einzigartige Bierspezialitäten herzustellen. Alpine Pfauengerste, Ebners Rotkorn (Dinkel), Laufener Landweizen und Schwarzhafer heißen nur ein paar dieser Urgetreidesorten, die sich in unseren Wildshuter Bieren wiederfinden, darin ihren besonderen Geschmack entfalten und vielfach auch besser vertragen werden. Dabei ist uns wichtig, dass Lebensmittel wieder als das verstanden werden, was sie sind, nämlich Mittel ZUM Leben, die auch etwas kosten dürfen. Was man damit erreichen kann, haben wir im Mai 2018 gemeinsam mit den EGZ Gerstenbauern und Wissenschaftlern im Rahmen der Präsentation unseres Bodengesundheitsprojekts eindrucksvoll unter Beweis gestellt.Und dann sind da noch die alten und vom Aussterben bedrohten Tierrassen wie Mangalitza-Schweine oder Pinzgauer Rinder, die sich auf Gut Wildshut tummeln. Auf den Feldern und Wiesen summen Dunkle Bienen von einer Blüte zur nächsten. Nachhaltigkeit lebt – in jedem Winkel von Gut Wildshut. Nachhaltigkeit ist für uns als österreichische Privatbrauer kein Ballast oder keine Pflicht, die es zu erfüllen gilt. Denn „richtige“ Investitionen kommen immer zurück.

Bierbrauen beginnt im Boden

Gemeinsam mit den Braugerstenbauern der Erzeugergemeinschaft Zistersdorf (EGZ) im niederösterreichischen Weinviertel entwickeln wir stetig unser Konzept der nachhaltigen Braugerste weiter. Die in Wildshut gewonnenen Erkenntnisse lassen wir hier in ein groß angelegtes, mit zehn Jahren langfristiges Bodengesundheitsprojekt einfließen. Mittlerweile beziehen wir mehr als die Hälfte unserer Braugerste auf Basis der abgeschlossenen Verträge direkt von den EGZ-Bauern – aus nachhaltigem Anbau und mit besonders niedrigem CO₂-Fußabdruck. 

Ziel des Projektes ist es, die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens sowie das Leben im Boden zu verbessern, die Artenvielfalt innerhalb und oberhalb des Bodens zu erhöhen und – wenn möglich – das für das Klima schädliche CO₂ langfristig im Boden zu binden. Mit hochmodernen Satellitendaten ermittelten wir die Bodenzonen und teilten sie entsprechend ihrer Beschaffenheit ein. 

Unser bis 2027 angelegtes Bodengesundheitsprojekt bringt viele Vorteile:

  •  Erhöhung des Humusgehalts im Boden und damit erhöhte Bindung von CO₂ im Boden
  •  Weniger Emission von klimaschädlichem Lachgas
  •  Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt
  •  Verminderung der Bodenerosion