15. Jahrhundert

  • Alte Urkunde von Stiegl 1492.

    Urkunde vom 16. Juni 1492

    16. Juni 1492 „Das Haus Bey der Stiegen“

    Versetzen wir uns in das Salzburg dieser Zeit. Die Erde hat aufgehört eine Scheibe zu sein und ist nach Kopernikus eine sich bewegende Kugel geworden; infolgedessen ist Amerika entdeckt worden.

    Das ist das Umfeld, in dem das Bräuhaus an der Gstätten erstmals am 16. Juni 1492 urkundlich erwähnt wird. Das „Prewhaws“ steht inmitten der Salzburger Altstadt auf jenem Platz, wo sich heute das Haus der Natur befindet.

    Der Name Stiegl taucht ein wenig später auf. Namensgeber ist eine kleine Stiege neben dem Bräuhaus. Beim „Haus Bey der Stiegen“ holt man das Brauwasser vom Almkanal, der die Stadt mit Frischwasser versorgt.

    Der damalige Geschäftsbetrieb einer Brauerei und selbstverständlich des damit verbundenen Gasthauses ist ein sehr einfacher natürlicher Vorgang. Der Brauer braut sein Bier, schlachtet im Haus, beherbergt Fremde, und diese trinken und essen ihm seine Erzeugnisse auf. Die Bürger besuchen ihn abends auf einen Trunk oder holen sich ihr Bier mit Kannen und Humpen nach Hause.

    • Alte Illustration der Stadt Salzburg.

      Salzburg um 1492

17. Jahrhundert

  • Altes Buch mit Bild von Salzburg um 1460.

    Salzburg um 1460 (Michael Wolgemut)

    Um 1650 - "Stiegl wird zur größten Brauerei Salzburgs"

    Jahrhundertelang gibt es in der Stadt Salzburg zwölf private Stadtbrauereien.

    In Stadt und Land Salzburg sind über 100 Brauer damit beschäftigt, Bier herzustellen. Transportprobleme, die geringe Haltbarkeit und die kleinen Sudpfannen sind die Hauptgründe für diese Vielzahl an Brauereien.

    Die Sudpfanne der Stieglbrauerei fasst 17 Eimer, das sind nicht ganz 1000 Liter. Trotzdem lässt der „Pierprew“ 1664 bereits 1800 Eimer Bier brauen. Das entspricht ungefähr 100.000 Litern! Für das 17. Jahrhundert ist das eine beachtliche Menge. Stiegl ist somit die leistungsstärkste unter den zwölf Brauereien der Stadt.

    Getrunken oder besser gesagt „gesoffen“ wird zu der Zeit im Übermaß. Rauhe Mengen an Bier und verheerendem Branntwein fließen durch die durstigen Kehlen der Salzburger. Selbst die einschränkenden staatlichen Brauerei-Verordnungen dieser Zeit und ein Felssturz im Gstättenviertel bremsen den Erfolgskurs nicht.

    In dieser Zeit gesellt sich zu dem Produkt aus Malz und Hopfen ein neues Gewächs, welches der Geselligkeit noch einen besonderen Reiz gibt und das gemütliche Kneipen erst so recht einbürgerte, dem Sitzenbleiben noch mehr Stabilität gibt: der Tabak. Und so wechseln Pfeife stopfen und Rauchen, Trinken und Erzählen ab.

18. Jahrhundert

  • Zunftbild der Brauer aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

    Zunftbild der Brauer aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

    1780 - "Mozart trinkt Stiegl-Bier"

    Der Brauch der Bierbrauerfamilien, ihre Sprösslinge nur untereinander zu verheiraten, wird auch in der Stieglbrauerei befolgt. 1765 heiratet Johann Ambros Elixhauser in die Familie ein. Dessen Familie mischte schon lange im Salzburger Braugeschehen mit. Elixhauser ist vermögend und überdies ein guter Geschäftsmann, so dass die Stieglbrauerei mehr denn je floriert.

    Und das ist nicht so einfach: Immerhin gibt es in Stadt und Land Salzburg sage und schreibe 94 Brauereien. In der Stadt sind es noch immer die zwölf Brauereien mit angeschlossener Wirtschaft, weiters buhlen nicht weniger als 42 Wirte um die Gunst der Gäste. Ein überreiches gastronomisches Angebot, wenn man bedenkt, dass Salzburg nur 16.000 Einwohner zählt.

    Auch Wolfgang Amadeus Mozart hat in dieser Zeit das dunkle, würzige Stiegl-Bier gemundet. Aus einer Eintragung im Tagebuch seiner Schwester Nannerl wissen wir von seinem Besuch im Salzburger Stieglbräu: Im August 1780 schreibt Nannerl „... um 3 uhr wir drey zum stieglbreü keglscheiben zu schauen.“ „Ein paar Trunck guten Biers“ sind bei dieser Geselligkeit sicher mit dabei!

    In jener Zeit (ca. 1808) entstand auch das Wappen der Stieglbrauerei welches in seiner heraldischen Darstellung die Symbolik für Zielstrebigkeit und Treue enthält.

    • Abbildung Johann Johann Ambros Elixhauser

      Johann Ambros Elixhauser

19. Jahrhundert

  • Der Stieglkeller in Salzburg 1910 (Theodor Ethofer)

    Der Stieglkeller in Salzburg 1910 (Theodor Ethofer)

    1820 - "Bierschätze: Unter der Festung entsteht ein Märzenkeller"

    Kriegserklärungen, Regierungswechsel, Pulverdampf und die Besatzung durch Napoleons Armee bedrängen Salzburg am Anfang des 19. Jahrhunderts. Erst als Stadt und Land 1816 zu Österreich kommen, brechen ruhigere Zeiten an. Aus der fürsterzbischöflichen Residenzstadt wird ein verschlafenes österreichisches Provinzstädtchen. Es ist jene Zeit, in der das legendäre Gras auf den Straßen der Stadt wächst.

    Der Stieglbrauherr lässt sich durch die missliche Lage nicht schrecken, modernisiert das Sudhaus und kauft 1820 einen Lagerkeller im Berg unterhalb der Salzburger Festung. Ausgeschenkt wird das Bier im darüber liegenden Garten. Hier entsteht die legendäre Brauwirtschaft „Stieglkeller“ , die es an diesem Ort noch heute gibt.

  • Bild von der Stieglbrauerei 1863.

    1863 - "Salzburg hat Durst, und Stiegl braucht Platz!"

    Salzburg erwacht gerade aus seinem Dornröschenschlaf, als Josef Schreiner die Brauerei übernimmt. Eine neue Regierung, mehr Wohnmöglichkeiten und der Anschluss an das internationale Eisenbahnnetz sorgen für viele durstige Konsumenten.

    Auch die Stieglbrauerei expandiert und zieht aus den engen Gässchen der Stadt in den weitläufigen Stadtteil Maxglan. Hier eröffnet Schreiner 1863 einen für die damalige Zeit hochmodernen Betrieb.

    Dank dieser klugen Entscheidung bleibt Stiegl das Schicksal von sechs Salzburger Traditionsbrauereien erspart. Sie müssen in dieser Zeit des wirtschaftlichen Aufbruchs zusperren. Doch die Stieglbrauerei floriert und wird nach dem Hofbräu Kaltenhausen zweitgrößte Brauerei des Landes!

    Der alte Braugasthof in der Gstättengasse wird als gut besuchtes Wirtshaus weitergeführt. An Speisen liebt man Deftiges; Speisekarte gibt es keine, stattdessen ratscht die Kellnerin herunter, „was da ist“: Rostbraten, Schnitzel, Gulasch, hausgemachte Leber- und Blutwürste und dazu jede Menge Bier. Im Sommer werden die Gastzimmer bis auf den „Sitz“ zugesperrt und Küche, Kellner und Gäste übersiedeln auf die luftige Terrasse des Stieglkellers.

  • Brand der Stieglbrauerei im Dezember.

    Brand der Stieglbrauerei im Dezember 1875 (Georg Pezolt)

    1875 - "Ein Brand zerstört die neue Brauerei"

    13 Jahre nach der Eröffnung zerstört ein verheerender Brand das Lebenswerk von Josef Schreiner. Am 29. Dezember 1875 bricht das Feuer in einem schadhaften Kamin der Malzdarre aus.

    „Das schönste Brauetablissement Salzburgs wurde gestern binnen weniger Stunden ein Raub der Flammen“,  berichtet am nächsten Tag die „Salzburger Zeitung“. Vom Besitzer des Stiegls heißt es, „er blickte mit Tränen in den Augen in die hellauflodernden Flammen“.

    Der agile Brauer ist schwer getroffen. Trotzdem beginnt er sofort mit dem Wiederaufbau. Schon wenige Monate später wird wieder gebraut – mit rund 20.000 hl pro Jahr sogar mehr als vor dem Brand! Josef Schreiner erholt sich aber nicht mehr von diesem Schlag. Er stirbt nach sorgenreichen Jahren am 22. Juli 1880.

  • Mitarbeiter der Stieglbrauerei, aufgenommen 1896.

    Mitarbeiter der Stieglbrauerei, aufgenommen am 23. April 1896

    1887 - "Fam. Huemer-Kiener führt Stiegl zu neuer Größe"

    Nach dem Tod von Josef Schreiner im Jahr 1880 kümmert sich ein Konsortium mehr schlecht als recht um die Brauerei.

    Sieben Jahre später hat der Bauer und Getreidehändler Franz Huemer genug von dieser Misswirtschaft. Er übernimmt die Stieglbrauerei und setzt seinen Neffen Heinrich Kiener als Geschäftsführer ein. Auch heute leitet ein Mitglied der Familie Kiener die Privatbrauerei.

    Unter ihrer Führung schmeckt das Stiegl-Bier den Salzburgern wieder. Und man denkt an die Zukunft: Zwei Dampfmaschinen, ein Sudhaus, ein größerer Lagerkeller, eine automatische Fass- und Flaschenabfüllung und sogar ein eigenes Kleinkraftwerk werden angeschafft. So ausgerüstet überflügelt Stiegl im ersten Kriegsjahr 1914/15 erstmals die große Konkurrenzbrauerei in Kaltenhausen!

    • Die Stiegl-Gesellschafter im Jahr 1909 an einem Tisch

      Die Stiegl-Gesellschafter (v.l.n.r.) Josef Eder, Franz Huemer, Heinrich Kiener und Ferdinand Krachsberger im Jahr 1909.

    • Franz Huemer im Jahr 1909

      Franz Huemer 1909

    • Heinrich Kiener reicht Franz Huemer eine Zigarette.

      Franz Huemer mit Heinrich Kiener im Jahr 1909.

    • Portrait Heinrich Kiener aus dem Jahr 1911

      Heinrich Kiener im Jahr 1909

  • Speisekarte des Stiegl-Kellers mit Otto Pflanzl als Bild.

    Speisekarte des Stiegl-Kellers (im Bild Otto Pflanzl) aus dem Jahr 1938

    1898 - "Der Dichter Otto Pflanzl tritt in den Dienst der Stieglbrauerei"

    Aus Nestroys Komödie „Talisman“ kennen wir den Bierversilberer Spund. „Bierversilberer“ nannte man früher die Außendienstmitarbeiter der Brauerei. Sie verkauften Bier, machten es also zu Silber.

    1898 tritt ein ganz besonderer Vertreter dieses Berufstands in Stiegls Dienste: Der junge Otto Pflanzl (1865 bis 1943) ist ein begnadeter Verfasser von Gedichten, Gstanzln und lustigen Erzählungen in Salzburger Mundart.

    Der damalige Stiegl-Direktor Heinrich Kiener erkennt schon früh das Talent seines „Bierversilberers“, der mit Peter Rosegger und Anton Bruckner verkehrt.  Heinrich Kiener ermöglichte Pflanzl zahlreiche Auftritte als Mundartdichter und Vortragshumorist. Bis 1935 erscheinen sechs Gedichtbände. Auch über Stiegl dichtet Pflanzl in humoristischer Weise.

20. Jahrhundert

  • Die Stiegl-Goldbräu Markenregistrierung von 1912.

    Stiegl-Goldbräu Markenregistrierung 1912

    1912 - "die Geburtsstunde des beliebtesten Bieres der Österreicher"

    Es war der 10. Dezember 1912, als sich Vertreter der Stieglbrauerei auf den Weg zur “Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg“ machten. Um den neuen Biernamen „Goldbräu“ in das Markenregister eintragen zu lassen. Der Name war aufgrund der vielen Auszeichnungen und Goldmedaillen für das “Stiegl-Märzenbier“ entstanden.

    1912 war auch das Jahr, in dem die stieglbrauerei durch die Einführung neuer Technologien und Beibehaltung der hohen Produktqualität zur größten Brauerei Salzburgs wurde. Damals wurden drei Biersorten – helles Märzenbier, helles Doppelmalzbier (Spezialbier) und dunkles Lagerbier gebraut. Daneben noch zu jeder Jahreszeit das beliebte Bockbier (Weihnachts-, Oster-, Mai und Pfingstbock, sowie bei gegebenen Anlass ein Festbock).

    Die Marke “Stiegl-Goldbräu“ bürgt seit nunmehr über hundert Jahren, bis zum heutigen Tag, für Qualität auf höchster Stufe.

  • Bis 1914 - "Die prächtigen Bierjahre"

    Nie wieder erreicht Salzburg solch bierselige Zeiten wie in den beiden Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg.

    1910 sind in der Stadt nicht weniger als 174 Gastronomiebetriebe registriert. Der Pro-Kopf-Verbrauch pendelt sich zwischen 1893 und 1914 auf über 200 Liter ein. Damit hat Salzburg anderen Städten und Ländern deutlich einiges voraus, denn der österreichische Durchschnitt liegt nur bei 100 bis 105 Liter.

    Auch die Bierproduktion erreicht in den letzten Friedensjahren gigantische Ausmaße. 1908 werden im Land Salzburg über 470.000 hl Bier erzeugt, eine Menge, die erst in den 60er Jahren wieder überschritten werden wird. Für die Stieglbrauerei gibt es 1914 noch einmal einen Rekord von 130.000 hl Bier. Doch dann kommt alles anders...

    • Ansammlung originaler Stiegl-Holzfässer.

      Original Stiegl-Holzfässer

  • Stiegl-Goldbräu Flasche mit Bügelverschluss.

    Stiegl-Goldbräu Flasche mit Bügelverschluss aus dem Jahr 1940 – 1949

    Bis 1945 - "Zwei Weltkriege hinterlassen ihre Spuren"

    Die Kriegsjahre bringen auch für Stiegl starke Einbrüche. Erst in den 20er Jahren erholt sich der Betrieb wieder. 1924 ist schon jedes zweite in Salzburg getrunkene Bier ein Stiegl.

    Es folgen die mageren Zeiten nach dem Börsenkrach im Jahr 1929. Ab 1938 kurbelt die wirtschaftliche Scheinblüte nach dem Einmarsch deutscher Truppen das Biergeschäft kurzfristig an.

    Durch den Krieg geht es mit der Produktion und mangels guter Rohstoffe auch mit der Qualität steil bergab. 1944/45 stellt die Brauerfamilie Kiener nur mehr 40.000 hl eines dünnen Gebräus her. Beschlagnahmungen und Bombenangriffe setzen der Brauerei stark zu.

    • Bierführer vor seinem Stiegl-LKW.

      LKW mit Bierführer

  • Stiegl Bierdeckel Besatzungsbier Pilsner Beer.

    Stiegl-Goldbräu Bierdeckel  für die US Besatzungstruppen aus dem Jahr 1945

    Ab 1945 - "Ami-Bier und Coca-Cola"

    67.000 Liter eines 2,5-grädigen Dünnbiers: Mehr kann Stiegl wegen der schlechten Versorgungslage den Salzburgern im ersten Friedensjahr nicht bieten. Erst zwei Jahre später braut man dank besserer Rohstoffe wieder ein halbwegs ordentliches Bier.

    Den amerikanischen Soldaten in Salzburg geht es da schon besser. Da ihnen genügend Rohstoffe aus den USA zur Verfügung stehen, können sie sich mit einem „hochgrädigen“ Bier zuprosten. „Brewed and bottled at the Stieglbrauerei“ steht da auf den Etiketten und Bierdeckeln zu lesen. Die Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 besiegelt schließlich das Ende des „Ami-Biers“.

    Kurze Zeit vor dem Tod des „Bierpatriarchen“ Heinrich Kiener I im Jahr 1950 gibt es wieder Vollbier mit 12° Stammwürze und sogar Spezialbier mit 14°. Unter Heinrich Kiener II geht die Brauerei wieder auf Erfolgskurs. Zwischen 1950 und 1960 legt Stiegl beim Bierausstoß um 100.000 hl zu.

    1954 bringt Kiener mit der Gründung der „Salzburger Getränkeindustrie“ Coca-Cola nach Salzburg. Bereits im ersten Jahr produziert und verkauft die Gesellschaft 100.000 Kisten von der koffeinhaltigen Limonade.

    • Portrait Heinrich Kiener II.

      Heinrich Kiener II.

  • Stiegl-Braukunstedition Flasche.

    1. Stiegl-Braukunstedition

    Ab 1990 - "Auf dem Weg zur größten Privatbrauerei Österreichs"

    1990 verstirbt der 80-jährige Heinrich Kiener nach 51 Jahren Tätigkeit in der Brauerei. Mit Dr. Heinrich Dieter Kiener übernimmt wiederum ein Mitglied der Familie das traditionsreiche Unternehmen. Auch seine Frau, Mag. Alessandra Kiener, ist im Unternehmen tätig.

    Dr. Kiener bringt frischen Wind und neue Ideen in die Brauerei. Bereits ab 1991 lässt er den Gär- und Lagerkeller erweitern und 1995 eröffnet er die Stiegl-Brauwelt, Europas größte Bierausstellung und attraktiver Veranstaltungsort viel beachteter Konzerte, Theater- und Kabarettaufführungen. Eine neue Verladehalle und eine neue Anlage zur Wärmerückgewinnung entstehen. 2004 baut Stiegl die Gleisanlagen aus. Damit können jetzt noch mehr Rohstoffe und Bier mit der umweltfreundlichen Stiegl-Bahn transportiert werden.

    Unter Dr. Kieners Leitung entsteht 1992 das Stiegl-Vertriebsunternehmen GSG (Getränke & Service Gesellschaft) mit neuen Niederlassungen.

    • Stieglbrauerei Panorama Aussenansicht.

      Außenansicht der Stieglbrauerei – Eingang zur Stiegl-Brauwelt aus dem Jahr 2005

21. Jahrhundert

  • Stiegl-Goldbräu mit Etiektt und Glas.

    Stiegl-Goldbräuflasche 0,5l aus dem Jahr 2013

    2005 - "Braukunst auf höchster Stufe"

    2005 wird in Salzburg das modernste Sudhaus Europas eröffnet. Im 18 Tonnen schweren Kessel der Anlage braut Stiegl in traditioneller Art streng nach dem Reinheitsgebot von 1516. „Die moderne Einrichtung unterstützt die Tradition, die wir hier pflegen, und holt das Beste aus unseren Bieren heraus“, erklärt Stiegl-Braumeister DI Ernst Schreiner.

    Auch im neuen Sudhaus bleibt Brauen Handarbeit. Aus erlesenen Zutaten und 12° Stammwürze entsteht  „Braukunst auf höchster Stufe“. Dank dieses Erfolgsrezepts ist Stiegl heute die größte Privatbrauerei Österreichs.

    Für die Zukunft hat sich Stiegl einiges vorgenommen: Unsere Kunden werden auch künftig das bekommen, was sie von uns erwarten: erstklassiges Bier, beste Qualität, Genuss und Geschmack aus traditioneller Braukunst!

    • Stiegl Sudhaus Glasfassede in abendlicher Stimmung.

      Detailansicht des neuen Sudhauses aus dem Jahr 2005

    • Stiegl Sudhaus von Aussen bei Tag.

      Das modernste Sudhaus Europas 2005

  • Unternehmensleitung Herr Dr. Dieter Kiener im Stiegl-Sudhaus.

    Am 16. Dezember 2009 wird zum ersten Mal die Grenze der eine Million Hektoliter erreicht

    2009 - Stiegl knackt die Eine-Million-Liter-Marke

    Am 16. Dezember 2009, exakt um 10:12 Uhr, war es so weit: In der Stieglbrauerei zu Salzburg wurde zum ersten Mal in der über 500-jährigen Geschichte des Familienunternehmens der Millionste Hektoliter Bier gebraut. Das sind 200 Millionen Stiegl-Halbe.

    „Die Menschen werden immer qualitätsbewusster“, ist Stiegl-Chef Dr. Heinrich Dieter Kiener überzeugt. Die aktuellen Zahlen untermauern diese Aussage: Das Stiegl-Goldbräu ist seit Dezember 2008 die ununterbrochene Nummer Eins im Lebensmittelhandel*.

    „Als Privatunternehmer kann – und will – ich mir die Freiheit nehmen, genau das zu tun, was ich für richtig und wichtig halte, nämlich auf die Qualitätswünsche unserer Kunden einzugehen und so das ‚Bier der Österreicher’ aus österreichischen Rohstoffen zu brauen“, bringt es der Stiegl-Inhaber auf den Punkt.

    • Allesandra und Heinrich Dieter Kiener

      Alessandra und Heinrich Dieter Kiener

  • Biergut Wildshut Außenansicht

    Stiegl Biergut Wildshut

    2013 - "Eine weltweit einzigartige Mälzerei entsteht"

    Eine wichtige Rolle spielt bei Stiegl schon jeher die Brauerei eigene Landwirtschaft.

    Mit dem Stiegl-Gut Wildshut an der Oberösterreichischen Grenze schaffte die Stieglbrauerei ihre eigene Bio-Landwirtschaft und baut dort unter anderem Urgetreide wie Dinkel, Schwarzer Hafer oder Emmer an.

    Gleich vor Ort werden seit kurzem in einer weltweit einzigartigen Kombination aus Mälzerei und Rösterei Spezialmalze erzeugt, welche schließlich für die hauseigenen Bierspezialitäten wie dem Wildshuter Sortenspiel oder die Hausbiere verwendet werden.

    Details unter: www.biergut.at

  • Der Stiegl Fassreifekeller mit Wappen an der Wand.

    Fassreifekeller

    2013 - "Die Welt des Genusses und ein außergewöhnlicher Verkostungskeller werden realisiert."

    Für Qualität auf höchster Stufe ist die Stieglbrauerei hinlänglich bekannt. Bierspezialitäten, Veranstaltungen, Service und vieles Mehr werden diesem Motto gerecht - und als Leitsatz hochgeschrieben.

    Langsam und unaufhaltsam entstand in den letzten Jahrzehnten jedoch noch eine zweite Stiegl eigene Qualitiät – die Sortenvielfalt. Neben den bekannten, über das ganze Jahr hinweg erhältlichen Stiegl-Bier Sorten wurden auch Spezialitäten wie das Hausbier und die Jahrgangsbiere gebraut.

    Das Interesse an den Spezialitäten stieg stetig und mit der Zeit manifestierte sich die Idee die eigene Leidenschaft auch einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

    Dies waren die ersten Schritte hin zum Stiegl-Verkostungskeller.

    Hier ist es seit Mai 2013 möglich, im epochal passenden Rahmen, Bierspezialitäten der ganzen Welt zu bestaunen und zu verkosten. Unmittelbar angrenzend an diesen Verkostungsraum wurde ein Fassreifekeller für hauseigene Bier-Besonderheiten realisiert.

    Die Entstehung und die hohe Kunst des Bierbrauens sollen eine Einheit mit dem anschließenden Genuss bilden und unmittelbar im Zusammenhang stehen.

    Details unter: www.stiegl.at/verkostungskeller